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	<title>Allgemein &#8211; CSC BlumenTheo Reutlingen e.V.</title>
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	<description>Keine Pflanze ist illegal</description>
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	<title>Allgemein &#8211; CSC BlumenTheo Reutlingen e.V.</title>
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		<title>Persönlicher Bericht zur Mary Jane Berlin 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Todorovic]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 12:32:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
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					<description><![CDATA[Aus Sicht eines Vorstands eines Cannabis Social Clubs Von Sascha Todorovic Die Mary Jane in Berlin gilt mittlerweile als das Aushängeschild der deutschen Cannabisbranche. Tausende Besucher, große Bühnen, internationale Firmen, Influencer, medizinische Anbieter, Zubehörhersteller und mittlerweile auch politische Vertreter treffen dort aufeinander. Für viele ist die Messe ein Zeichen dafür, dass Cannabis endlich in der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aus Sicht eines Vorstands eines Cannabis Social Clubs</strong></p>
<p><strong>Von Sascha Todorovic</strong></p>
<p>Die Mary Jane in Berlin gilt mittlerweile als das Aushängeschild der deutschen Cannabisbranche. Tausende Besucher, große Bühnen, internationale Firmen, Influencer, medizinische Anbieter, Zubehörhersteller und mittlerweile auch politische Vertreter treffen dort aufeinander. Für viele ist die Messe ein Zeichen dafür, dass Cannabis endlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.</p>
<p>Für mich persönlich blieb nach der Veranstaltung jedoch ein sehr gemischtes Gefühl zurück — irgendwo zwischen Begeisterung, Hoffnung, Frustration und auch Schock.</p>
<p>Ich war auf der Mary Jane nicht nur als Besucher unterwegs, sondern vor allem in meiner Funktion als Vorstand eines Cannabis Social Clubs. Genau aus dieser Perspektive wurde mir deutlicher denn je gezeigt, wie widersprüchlich und unausgewogen die aktuelle Situation in Deutschland inzwischen ist. Bereits die Anreise war Teil des Erlebnisses. Wir sind mit dem FlixTrain von Stuttgart nach Berlin gefahren, und schon während der langen Fahrt war etwas Besonderes spürbar. Der Zug füllte sich zunehmend mit Besuchern der Mary Jane, und je näher wir Berlin kamen, desto deutlicher wurde, dass hier eine große gemeinsame Bewegung unterwegs ist.</p>
<p>Schon auf der Hinfahrt entstand eine außergewöhnlich positive Atmosphäre. Menschen kamen ins Gespräch, man erkannte sich gegenseitig als Teil derselben Community, und überall war die Vorfreude auf die kommenden Tage spürbar. Diese Mischung aus Erwartung, Gemeinschaft und dem Gefühl, gemeinsam etwas Friedliches und Positives zu erleben, machte die Reise bereits besonders. Auch über Berlin selbst lag für mich vier Tage lang spürbar der Duft von Cannabis in der Luft. Messe, Straßenleben, Events und Community-Treffen verliehen der Stadt eine ganz eigene Atmosphäre.</p>
<p>Trotz aller Kritik möchte ich zuerst etwas hervorheben, das mich wirklich beeindruckt hat:</p>
<p>Die Stimmung auf der Mary Jane war in vielen Momenten außergewöhnlich positiv. Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern, Kulturen und Altersgruppen kamen friedlich zusammen. Junge Erwachsene, ältere Menschen, Patienten, Unternehmer, Aktivisten und ganz normale Interessierte feierten gemeinsam eine riesige Veranstaltung — und das größtenteils entspannt und respektvoll miteinander. Besonders bemerkenswert fand ich, dass Alkohol auf der Veranstaltung gefühlt kaum eine Rolle spielte. Stattdessen herrschte eine friedliche, lockere und fast schon familiäre Atmosphäre. Keine aggressive Grundstimmung, keine Eskalationen, keine Massen betrunkener Menschen, wie man sie von vielen Volksfesten oder Großveranstaltungen kennt.</p>
<p>Wenn man das selbst erlebt hat, wird einem klar, wie stark das öffentliche Bild von Cannabis noch immer von Vorurteilen geprägt ist. Für mich war die Mary Jane in vielen Momenten ein positives Beispiel dafür, wie Menschen verantwortungsvoll und friedlich miteinander feiern können. In dieser Hinsicht wirkte die Veranstaltung fast wie ein Vorbild moderner Festkultur.</p>
<p>Besonders wertvoll waren für mich auch die Gespräche mit anderen Vorständen und Verantwortlichen von Cannabis Social Clubs aus ganz Deutschland. Durch diesen Austausch wird erst wirklich sichtbar, wie unterschiedlich die Situation je nach Bundesland gehandhabt wird.</p>
<p>Ein weiterer Aspekt, der mir auf der Mary Jane und den zahlreichen Abendveranstaltungen rund um die Messe besonders aufgefallen ist, betrifft die wirtschaftliche Entwicklung dieser Branche. Jeden Abend fanden große Partys, Networking-Events und exklusive Veranstaltungen statt. Wir waren an mehreren Abenden unterwegs und haben viele interessante Gespräche geführt. Dabei fiel mir jedoch eines besonders auf:<br />
Nahezu alle großen Veranstaltungen wurden von amerikanischen oder englischen Firmen organisiert und finanziert.</p>
<p>Internationale Unternehmen dominieren mittlerweile nicht nur die Sichtbarkeit auf der Messe selbst, sondern zunehmend auch die kulturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dieser neuen Branche. Das hat mich nachdenklich gemacht. Denn eigentlich entsteht hier gerade ein komplett neuer Markt in Deutschland — und trotzdem wirkt es teilweise so, als würden wir ihn schon jetzt wieder weitgehend an ausländische Unternehmen übergeben. Während deutsche Cannabis Social Clubs mit strengen Auflagen kämpfen und sich durch Bürokratie arbeiten müssen, treten nationale und internationale Firmen mit enormen Budgets, professionellem Marketing und globalen Netzwerken auf. Der Unterschied in den Möglichkeiten ist gewaltig.</p>
<p>Darin sehe ich langfristig durchaus eine Gefahr:<br />
Dass die ursprüngliche Idee hinter der Legalisierung — nämlich Aufklärung, Gemeinschaft, Eigenverantwortung und die Eindämmung des Schwarzmarktes — zunehmend von wirtschaftlichen Interessen verdrängt wird.</p>
<p>Ein weiteres Thema, über das aus meiner Sicht endlich ehrlich gesprochen werden muss, betrifft den aktuellen Umgang mit Medizinalcannabis im Internet. Machen wir uns nichts vor:<br />
Ein großer Teil der Menschen nutzt diese Online-Angebote und „Internet-Ärzte“ mittlerweile offensichtlich nicht ausschließlich aus medizinischen Gründen, sondern schlicht für Freizeitkonsum.</p>
<p>Wenn es in Deutschland teilweise ausreicht, online einige Fragen zu beantworten und kurze Zeit später Cannabis verschrieben zu bekommen, muss man sich ernsthaft fragen, ob das noch dem ursprünglichen Gedanken einer medizinischen Versorgung entspricht.</p>
<p>Genau das sorgt bei vielen Cannabis Social Clubs für enormes Unverständnis. Während CSCs streng kontrolliert werden, Werbung praktisch verboten ist und jeder Schritt dokumentiert werden muss, entsteht parallel ein System, in dem Cannabis über digitale Plattformen teilweise extrem unkompliziert verfügbar gemacht wird.</p>
<p>Dabei möchte ich ausdrücklich betonen:<br />
Menschen, die tatsächlich medizinisches Cannabis benötigen und dies von ihrem behandelnden Arzt verschrieben bekommen, sollen selbstverständlich weiterhin die Möglichkeit haben, ihr Cannabis legal und unkompliziert über Apotheken oder auch Online-Angebote zu beziehen. Daran gibt es für mich überhaupt keinen Zweifel.</p>
<p>Die aktuelle Entwicklung wirkt jedoch teilweise so, als würde Freizeitkonsum zunehmend über den medizinischen Bereich organisiert werden — und genau das kann langfristig eigentlich nicht der richtige Weg sein. Umso größer war für mich der Widerspruch zu dem, was ich parallel auf der Mary Jane wahrgenommen habe.</p>
<p>Während Cannabis Social Clubs bis ins kleinste Detail reglementiert werden, sich durch Bürokratie kämpfen müssen und permanent Angst haben, gegen Auflagen zu verstoßen, bewegen sich große Medizinalcannabis-Unternehmen offenbar in einer völlig anderen Realität. Als CSC stehen wir unter enormem Druck. Werbung ist praktisch tabu. Öffentlichkeitsarbeit bewegt sich ständig in einer Grauzone. Jede Aussage muss mehrfach überdacht werden, damit sie nicht als unzulässige Werbung ausgelegt wird. Veranstaltungen, Social Media und Mitgliederkommunikation werden streng beobachtet. Gleichzeitig tragen wir eine enorme Verantwortung gegenüber Jugendschutz, Dokumentation, Prävention und gesetzlichen Vorgaben.</p>
<p>Auf der Mary Jane entstand dagegen teilweise der Eindruck, dass genau diese Regeln für andere Marktteilnehmer kaum gelten. Medizinalcannabis-Firmen präsentierten sich mit riesigen Messeständen, professionellem Marketing, auffälliger Werbung, Merchandise, Influencern und teilweise fast schon aggressiver Markenpräsenz. Produkte wurden inszeniert wie Lifestyle-Artikel. Überall Logos, Promotion und Hochglanzkampagnen. Teilweise wirkte es wie ein Wettbewerb darum, wer die stärkste Marke etabliert.</p>
<p>Genau dort entsteht für mich ein massiver Widerspruch.</p>
<p>Denn während Cannabis Social Clubs eigentlich als gemeinschaftliches und nicht-kommerzielles Modell gedacht sind, werden wir behandelt, als wären wir ein Sicherheitsrisiko. Gleichzeitig agieren große wirtschaftliche Akteure im medizinischen Bereich mit erheblich mehr Freiheiten und finanziellen Möglichkeiten. Dadurch entsteht zwangsläufig das Gefühl, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird.</p>
<p>Was mich persönlich jedoch besonders überrascht und gleichzeitig schockiert hat, war ein anderer Aspekt der Veranstaltung:</p>
<p>Rund um die Mary Jane hatte ich stellenweise den Eindruck, dass sich neben der offiziellen Messe auch ein sehr großer illegaler Markt entwickelt hat. Der Konsum war nahezu überall präsent, und es wirkte teilweise erschreckend einfach, innerhalb kürzester Zeit an Cannabisprodukte wie Blüten, Hasch, vorgerollte Joints oder Rosin zu gelangen — unabhängig von offiziellen oder kontrollierten Strukturen. Für jemanden wie mich, der tagtäglich versucht, innerhalb eines Cannabis Social Clubs legale, transparente und verantwortungsvolle Strukturen aufzubauen, war dieser Kontrast nur schwer nachzuvollziehen.</p>
<p>Gerade CSCs werden mit strengen Auflagen konfrontiert, müssen jeden Gramm dokumentieren, Prävention betreiben und hohe gesetzliche Anforderungen erfüllen. Gleichzeitig entstand auf der Veranstaltung stellenweise das Gefühl, dass sich illegale Aktivitäten offen und nahezu unbeachtet abspielen konnten. Dieser Widerspruch hat mich persönlich sehr beschäftigt und wirft aus meiner Sicht wichtige Fragen darüber auf, wie Legalisierung und Kontrolle künftig sinnvoll umgesetzt werden sollen.</p>
<p>Besonders frustrierend ist dabei, dass viele CSCs aus idealistischen Gründen entstanden sind. Zahlreiche Menschen engagieren sich ehrenamtlich, wollen Aufklärung betreiben, sichere Strukturen schaffen und den Schwarzmarkt zurückdrängen. Wir investieren Zeit, Energie und Geld, um gesetzeskonform zu arbeiten — und stoßen trotzdem ständig auf neue Hürden.</p>
<p>Auf der Messe wurde mir klar, dass die eigentliche Cannabis-Community Gefahr läuft, zwischen wirtschaftlichen Interessen und übertriebener Regulierung zerrieben zu werden.</p>
<p>Natürlich verstehe ich, dass medizinisches Cannabis eine wichtige Rolle spielt. Patientenversorgung ist essenziell. Doch wenn wirtschaftlich starke Unternehmen nahezu uneingeschränkte Sichtbarkeit genießen, während CSCs sich kaum öffentlich positionieren dürfen, entsteht kein fairer Rahmen.</p>
<p>Die Mary Jane hat deshalb bei mir nicht nur Begeisterung ausgelöst, sondern auch Ernüchterung.</p>
<p>Ich habe dort eine Branche erlebt, die zunehmend kommerzialisiert wird — während diejenigen, die eigentlich für ein gemeinschaftliches und verantwortungsvolles Modell stehen, permanent eingeschränkt werden. Trotz allem nehme ich auch Hoffnung mit:<br />
Die Community wächst. Menschen interessieren sich für Aufklärung, Qualität und legale Strukturen. Der Bedarf an vernünftiger Cannabispolitik ist offensichtlich vorhanden. Und die friedliche Stimmung auf der Messe hat gezeigt, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Cannabis durchaus möglich ist.</p>
<p>Wenn Cannabis Social Clubs langfristig funktionieren sollen, braucht es jedoch endlich faire Bedingungen, rechtliche Klarheit und vor allem Gleichbehandlung.</p>
<p>Denn aktuell fühlt es sich oft nicht so an, als würde man uns unterstützen — sondern eher, als müssten wir uns ständig dafür rechtfertigen, überhaupt existieren zu dürfen.</p>
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		<title>Schwäbisches Tagblatt Tübingen &#8211; Was die Anbauvereine machen</title>
		<link>https://blumentheo.de/2026/04/08/was-die-anbauvereine-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sascha Todorovic]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 17:12:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
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					<description><![CDATA[Teillegalisierung Bei den legalen Bezugsquellen von Cannabis spielen Anbauvereine bisher eine marginale Rolle. Die bürokratischen Hürden sind hoch. Von Mia Dumont Die Abgabestelle des Cannabisanbauvereins „BlumenTheo“ befindet sich gut sichtbar in einem Ladengebäudein der Reutlinger Straße in Reutlingen. Gegenüber ist ein Wohngebiet, in der Straße herrscht reger Durchgangsverkehr. „Die Abgabestelle ist gleichzeitig unser Vereinsheim“, sagt [&#8230;]]]></description>
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eine marginale Rolle. Die bürokratischen Hürden sind hoch. Von Mia Dumont<br></h4>				</div>
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									<p><br />Die Abgabestelle des Cannabisanbauvereins „BlumenTheo“ befindet sich gut sichtbar in einem Ladengebäudein der Reutlinger Straße in Reutlingen. Gegenüber ist ein Wohngebiet, in der Straße herrscht reger Durchgangsverkehr. „Die Abgabestelle ist gleichzeitig unser Vereinsheim“, sagt Sascha Todorovic, Mitgründer undVorsitzender. Bei dieser Adresse sei der Verein auch offiziell gemeldet. Ein Geheimnis ist die legale Abgabestelle für Cannabis also nicht. Doch anders als andere Vereine<br />oder Läden darf kein Schild oder gar Werbung auf „Blumen Theo“ hinweisen. Mit der Lage ist Todorovic zufrieden, die Anbindung ist gut, in unmittelbarer Nähe ist eine Bushaltestelle. Früher, erzählt Todorovic,<br />sei in den Räumen ein Laden mit Equipment für den Eigenanbau drin gewesen. Doch der lief nicht gut – der Vorgänger gab auf. Seitdem mietet „Blumen Theo“ die Räumlichkeiten.<br />Das CAV Tübingen wartet noch Mehr als 110 Mitglieder zählt der Anbauverein mittlerweile, maximal<br />500 Mitglieder sind erlaubt. Der Altersdurchschnitt liegt bei Ende 40, 15 Prozent sind Frauen.<br />21 Jahre beträgt das Mindestalter. Das Einzugsgebiet reicht über Reutlingen hinaus, die Abnehmer<br />kommen aus Tübingen, Rottenburg, Stuttgart, Nürtingen und von der Schwäbischen Alb. </p><p>Einer der Gründe: Im Kreis Tübingen ist „Blumen Theo“ der einzige Verein mit Lizenz, der bereits an den Start<br />gegangen ist. Von der Cannabisanbauvereinigung (CAV) Tübingen heißt es auf Nachfrage: „Der CAV<br />Tübingen wartet noch auf die letzte baurechtliche Hürde.“ Da es in Tübingen „mau ist“, wie Betty D. (Name von der Redaktion geändert) sagt, kommt auch sie regelmäßig nach Reutlingen. Die 59-Jährige ist seit knapp<br />einem halben Jahr im Verein. Schon lange habe sie auf die Legalisierung von Cannabis gewartet.<br />Sie hat sich auch aus einem anderen Grund für „Blumen Theo“ entschieden: „Mein Fokus ist, dass das<br />Profis machen.“ Das sei in Reutlingen der Fall. Aus Tübingen kommt auch Susanne Gall-Mangliers (geboren<br />1971). Erfahren von „Blumen Theo“ habe sie aus der Zeitung. Gall-Mangliers bezeichnet die Legalisierung<br />als richtigen Schritt, kritisiert aber die „sehr, sehr harten Vorschriften“ für die Anbauvereine.<br />Sie habe bei anderen Vereinen mitbekommen, wie schwierig es mit der Gründung ist. Ausweis, Zertifikat und Security </p><p>Zurück nach Reutlingen: Es ist Mittwoch, kurz nach 17 Uhr. Im schwarz gestrichenen Abgaberaum<br />mit Leder-Eckcouch und großformatigen Bildern von Cannabispflanzen an den Wänden sitzt Jörg Schönenborn am Laptop. Er kümmert sich im Verein um die Finanzen und koordiniert die wöchentliche Abgabe. Die ersten<br />Mitglieder sind bereits da. Ein Security-Mann, der wöchentlich für die Abgabezeit vom Verein engagiert<br />wird, beobachtet das Geschehen. „Die Abgabe erfolgt nur persönlich und mit Ausweiskontrolle“,<br />betont Schönenborn, der auf seinem Laptop eine Liste verwaltet, in der eingetragen ist, welche<br />Abgabemenge das Mitglied reserviert hat. „Die Reservierung läuft pro Monat“, erklärt Todorovic.<br />Nicht jeder komme jede Woche. Das Gramm kostet 12,50 Euro, die monatliche Höchstabgabemenge<br />beträgt 50 Gramm pro Person. 5 Euro Mitgliedsbeitrag fallen zusätzlich jeden Monat an. Überreicht bekommen die Abnehmer ihr Cannabis in braunen, lichtundurchlässigen Gläsern, die sorgfältig etikettiert sind. Neben<br />dem THC-Gehalt sind die CBDMenge ebenso aufgeführt wie das Ernte- und Verfallsdatum, der<br />Sortenname und wie viel Gramm sich im Glas befinden. Dazu händigt Schönenborn jeweils ein Zertifikat<br />aus, das Auskunft darüber gibt, dass man das Cannabis legal erworben hat. „Falls man unterwegs<br />in eine Kontrolle kommt“, fügt Todorovic hinzu.<br />Es reihen sich die Aktenordner Welchen bürokratischen Aufwand der Verein zu stemmen hat, kann<br />man erahnen, wenn man den Hinterraum betritt, der als Büro dient. In den Regalen reihen sich die Aktenordner<br />aneinander. Nicht sichtbar ist die Verwaltung der über 110 Mitglieder, einschließlich der Mails, die Todorovic täglich bearbeitet. Dazu kommt die Verwaltung der App „Cananas“, über die die Mitglieder ihre Abholmengen<br />reservieren und sich erstmalig registrieren. Auch das verbleibende Monatskontingent zeigt die App an. „Es ist ein Fulltime-Job“, sagt Todorovic, der den Verein wie auch Schönenborn neben seinem regulären Vollzeitjob betreibt.<br />Auf seinem Laptop hat Schönenborn nicht nur eine Liste, um die Abgabemengen zu protokollieren,<br />sondern auch eine Tabelle, die anzeigt, wer wie viele Arbeitsstunden leistet. „118 Stunden in diesem<br />Jahr schon“, sagt Schönenborn. Es sei wie in jedem Verein, sagt Todorovic, es gebe einen harten Kern,<br />der viel mache, und auch einige, die sich gar nicht beteiligen. Als Nächstes wird ein Garten vor der<br />Anbauhalle angelegt. Auch das wird Vereinsarbeit sein. Die Anbauhalle ist neben der Abgabestelle das zweite Herzstück des Vereins – allerdings gut geschützt. Mehrere Türen muss man passieren, bis man in der rund 500<br />Quadratmeter großen Halle steht, in der sich ursprünglich eine Reparaturwerkstatt der Deutschen<br />Bahn befand. „Wir nutzen gerade mal 100 Quadratmeter“, sagt Todorovic. Die Fenster wurden in Eigenarbeit<br />zugemauert – aus Sicherheitsgründen. Vom Hauptbereich gehen mehrere Räume ab: Todorovic zeigt den Anzucht-, Blüten- und Trockenraum. „Die heiligsten Hallen, die wir zu bieten haben.“<br />Im Blüteraum ist alles so eingerichtet, dass die Pflanzen optimale Bedingungen vorfinden: grelles<br />Licht, 23 Grad, eine Luftfeuchtigkeit von 56 Prozent. „Gut“, sagt Todorovic mit Blick auf die Anzeige.<br />„Wir sind echte Ökos“, sagt er schmunzelnd und erklärt, dass das Wasser, das im Raum durch die<br />hohe Luftfeuchtigkeit entstehe, abgezogen und an anderer Stelle zum Gießen verwendet werde. Neben<br />dem Trockenraum befindet sich ein Vereinsraum. Dort wird etwa gemeinsam die Ernte verarbeitet.<br />„Wir haben am Samstag das zweite Mal geerntet“, sagt Todorovic und bezieht sich auf den Zeitraum<br />seit Ende August. Bisher hätten sie Glück gehabt, weder Pilze noch Mehltau, „der größte Feind“,<br />machten bisher ein Problem. Todorovic zieht Bilanz: „Wir sind jetzt ein Jahr am Start, und natürlich<br />sind mehr Leute schön, aber eigentlich sind wir mehr als zufrieden.“ Künftig plant der Verein,<br />die Halle weiter auszubauen, um noch mehr Pflanzen anbauen zu können.</p>								</div>
						</div>
				
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			</item>
		<item>
		<title>Handtrimm bei CSC BlumenTheo Reutlingen e.V.</title>
		<link>https://blumentheo.de/2026/04/04/handtrimm-bei-csc-blumentheo-reutlingen-e-v/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sascha Todorovic]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 10:40:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Erntezeit ist ein besonderer Moment im Anbauzyklus. Beim CSC BlumenTheo Reutlingen e.V. setzen wir bewusst auf Handtrimm, um die Qualität unserer Blüten bestmöglich zu erhalten. Jede einzelne Blüte wird dabei sorgfältig von Hand bearbeitet – mit Geduld, Erfahrung und einem respektvollen Umgang mit dem Erntegut. Warum Handtrimm? Im Gegensatz zur maschinellen Verarbeitung ermöglicht der [&#8230;]]]></description>
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									<p>Die Erntezeit ist ein besonderer Moment im Anbauzyklus. Beim CSC BlumenTheo Reutlingen e.V. setzen wir bewusst auf Handtrimm, um die Qualität unserer Blüten bestmöglich zu erhalten. Jede einzelne Blüte wird dabei sorgfältig von Hand bearbeitet – mit Geduld, Erfahrung und einem respektvollen Umgang mit dem Erntegut.</p><p><strong>Warum Handtrimm?<br /></strong>Im Gegensatz zur maschinellen Verarbeitung ermöglicht der Handtrimm eine besonders schonende Behandlung der Pflanze. Dadurch bleiben wichtige Eigenschaften der Blüten besser erhalten.</p><p><strong>Die Vorteile im Überblick:</strong></p><ul><li>Mehr Geschmack: Durch die schonende Verarbeitung bleiben Aromastoffe optimal erhalten.</li><li>Mehr Terpene: Die empfindlichen Duft- und Aromastoffe werden weniger beschädigt.</li><li>Mehr Trichome: Wertvolle Harzdrüsen bleiben größtenteils intakt.</li><li>Natürliche Struktur: Die Blüten behalten ihre ursprüngliche Form und Qualität.</li><li>Präzise Entfernung überschüssiger Blätter: Nur das Nötigste wird entfernt – mit viel Fingerspitzengefühl.</li><li>Individuelle Kontrolle jeder Blüte: Jede einzelne Blüte wird genau geprüft und bearbeitet.</li><li>Schonender Umgang mit der Pflanze: Handarbeit bedeutet maximale Sorgfalt.</li><li>Respektvoller Umgang mit dem Erntegut: Qualität und Wertschätzung stehen im Mittelpunkt.</li></ul><p><strong>Qualität durch Handarbeit</strong></p><p>Handtrimm ist aufwendiger, aber er ermöglicht ein Ergebnis, das maschinell kaum zu erreichen ist. Die Blüten behalten ihre natürliche Struktur, ihr volles Aroma und ihre hochwertige Qualität.Für uns steht diese Methode für Achtsamkeit, Qualität und echte Handarbeit – Werte, die den Anbau und die Verarbeitung beim CSC BlumenTheo Reutlingen e.V. prägen.</p><p>Mit dem Beginn der Erntezeit freuen wir uns darauf, diesen Prozess mit der nötigen Sorgfalt umzusetzen und unseren Mitgliedern Blüten von höchster Qualität zu bieten.</p>								</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Miron-Violettglas beim CSC BlumenTheo Reutlingen e.V.</title>
		<link>https://blumentheo.de/2026/04/04/miron-violettglas-beim-csc-blumentheo-reutlingen-e-v/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sascha Todorovic]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 10:32:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim CSC BlumenTheo Reutlingen e.V. legen wir großen Wert auf Qualität – nicht nur beim Anbau und der Verarbeitung unserer Blüten, sondern auch bei deren Aufbewahrung und Verpackung. Aus diesem Grund nutzen wir konsequent Miron-Violettgläser zur Lagerung unserer Blüten. Diese speziellen Glasbehälter sind in vielen Bereichen – unter anderem in Apotheken und bei hochwertigen Naturprodukten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="6063" class="elementor elementor-6063">
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									<p>Beim CSC BlumenTheo Reutlingen e.V. legen wir großen Wert auf Qualität – nicht nur beim Anbau und der Verarbeitung unserer Blüten, sondern auch bei deren Aufbewahrung und Verpackung. Aus diesem Grund nutzen wir konsequent Miron-Violettgläser zur Lagerung unserer Blüten.<br />Diese speziellen Glasbehälter sind in vielen Bereichen – unter anderem in Apotheken und bei hochwertigen Naturprodukten – der Goldstandard für lichtgeschützte Lagerung.</p><p><strong>Warum Miron-Violettglas?</strong></p><p>Miron-Gläser bieten zahlreiche Vorteile, die besonders wichtig für die Qualität und Haltbarkeit von Blüten sind:</p><ul><li>Nahezu 100 % UV-Schutz: Schädliche UV-Strahlung wird blockiert, während bestimmte violette Lichtfrequenzen passieren dürfen. Dadurch bleiben empfindliche Inhaltsstoffe besser erhalten.</li><li>Erhalt von Terpenen und Aroma: Die lichtgeschützte Umgebung sorgt dafür, dass Duft- und Aromastoffe länger stabil bleiben.</li><li>Optimale Lagerbedingungen: Blüten können deutlich länger gelagert werden, ohne dass Qualität oder Struktur leiden.</li><li>Apothekenstandard: Die Lagerung erfolgt nach einem Standard, der auch im medizinischen Bereich eingesetzt wird.</li><li>Befeuchtungspäckchen für stabile Luftfeuchtigkeit: In unseren Gläsern verwenden wir selbstverständlich Befeuchtungspäckchen, um die ideale Feuchtigkeit zu gewährleisten. So bleiben Struktur, Aroma und Qualität der Blüten optimal erhalten.</li><li>Diskretion: Das dunkle Glas sorgt für eine unauffällige und geschützte Aufbewahrung.</li><li>Mobilität: Die stabilen Gläser ermöglichen eine sichere und praktische Lagerung.</li><li>Schutz der Trichome: Durch eine stabile Umgebung bleiben empfindliche Harzdrüsen besser erhalten.</li></ul><p><strong>Qualität bis zur Lagerung</strong></p><p>Für uns endet Qualität nicht bei der Ernte oder beim Handtrimm. Auch die richtige Lagerung und Verpackung ist entscheidend, damit unsere Blüten ihre Eigenschaften behalten.Mit Miron-Violettglas und kontrollierter Luftfeuchtigkeit stellen wir sicher, dass Aroma, Struktur und Qualität unserer Blüten bestmöglich geschützt bleiben.</p><p>Beim CSC BlumenTheo Reutlingen e.V. steht diese Kombination aus Handarbeit, Sorgfalt und hochwertiger Lagerung für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Blüten.</p>								</div>
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		<title></title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sascha Todorovic]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 14:50:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
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					<description><![CDATA[Reutlinger Nachrichten &#8211; Cannabis made in Reutlingen Reutlingen Der erste Cannabis Social Club in Reutlingen hat seine Lizenz: „BlumenTheo“ Reutlingen will ab November seine Mitglieder mit Cannabis versorgen. Von Mathias Grimm   Sascha Todorovic fingert durch einen schweren Schlüsselbund. Metall klirrt, sein Blick huscht suchend über die Schlüssel, bis er den richtigen findet. „Da wünsche [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="6022" class="elementor elementor-6022">
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					<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Reutlinger Nachrichten - Cannabis made in Reutlingen</h2>				</div>
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					<h5 class="elementor-heading-title elementor-size-default"><br>Reutlingen Der erste Cannabis Social Club in Reutlingen hat seine Lizenz: „BlumenTheo“ Reutlingen will ab November seine Mitglieder mit Cannabis versorgen. 
Von Mathias Grimm</h5>				</div>
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									<p> </p><p>Sascha Todorovic fingert durch einen schweren Schlüsselbund. Metall klirrt, sein Blick huscht suchend über die Schlüssel, bis er den richtigen findet. „Da wünsche ich mir fast schon ein System mit Fingerabdrucksensor“,  sagt er grinsend. Ein kräftiger Ruck, die schwere Metalltür öffnet sich mit tiefem Knarzen. Dahinter: kein geheimnisvoll leuchtender „Growroom“, sondern ein funktioneller Raum mit weißen Wänden, gefliestem Boden, einem Tisch und ein paar Stühlen – Vereinsheim statt Untergrundplantage. An einer Wand hängen Flyer des <br />Bundesgesundheitsministeriums über Cannabis und Jugendschutz. Willkommen im ersten legalen Cannabis Social Club von Reutlingen: „BlumenTheo“. Eine Treppe nach unten lässt Todorovic wieder zum Schlüsselbund greifen: Eine Stahltür mit Gitterrahmen, schwer wie ein Gefängnistor, eingebaut in die Reste der alten Bahnwerkstatt. Werhier reinwill, braucht mehr als einen Bolzenschneider. Dabei wäre schon der Versuch zwecklos: Sofort würde Polizeialarm ausgelöst – samt Rauchbombe. „Die war beim Sicherheitssystem mit dabei“, sagt Todorovic und zucktmit den Schultern.</p><p>Hinter der Tür beginnt der Anbaubereich. In der Halle mit ihren 600 Quadratmetern sind drei Räume. Aufzucht, Blüte und Trocknung geschehen dort momentan auf 90 Quadratmetern. Im Blüteraum: sattgrüne Jungpflanzen     unter grellem LED-Licht, bei konstanten 24 Grad sauber verspannt mit weißen Schnüren. Süßlicher Cannabisduft hängt subtil in der Luft, mit ihrer Feuchte von penibel überwachten 60 Prozent &#8211; das Filtersystem leistet volle Arbeit.</p><p>Alex Kuhnle, die im Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, erklärt die Anbaumethode. Sie nennt sich „Sea of Greens“: Viele kleine Pflanzen wachsen dicht nebeneinander und werden früh in die Blüte geschickt –<br />ein „grünes Meer“ aus Blüten entsteht bei kurzer Wachstumszeit. Sascha Todorovic trägt einen weißen Kittel und eine Haube über dem grauen Hoodie – fast wie im Labor. Die Sonnenbrille zieht er wegen der grellen LED- Lampen an, die den berauschen den Pflanzen echten Sonnenschein vorgaukeln. Vier Stunden täglich, schätzt er, braucht die Pflege. Gießen, kontrollieren, lüften, reinigen – alles von Hand. Vier bis sechs Wochen nach der Aufzucht ziehen die Pflanzen in den nächsten Raum: die Blüte. Dort zeigen sie ihre volle Pracht. Danach geht es zweieinhalb Wochen in den Trockenraum. <br />Was ab Mitte November an die Vereinsmitglieder geht, sind zwei Sorten Marihuana mit fantasievollen Namen: die Sorte „Super Buff Cherry #262“ und „Permanent Marker – Doja“. Pestizide werden nicht verwendet – Bio-Cannabis made in Reutlingen. Den Gehalt des Wirkstoffs THC (Tetrahydrocannabinol) bestimmt nach der Ernte ein Labor. Das ist auch im Sinne des Jugendschutzes wichtig: An 18- bis 20-Jährige dürfen nur Sorten mit maximal zehn Prozent THC abgegeben werden. Der Club „BlumenTheo“ ist der erste im Kreis mit Lizenz – und der 13. in Baden-Württemberg. Der Name des Vereins stammt von Todorovics Großvater, der in der Lindachstraße einst Blumen verkaufte.</p><p>Anmeldung erst jetzt möglich &#8211; Noch hat der Club keine Mitglieder. Das ist Absicht. „Andere Clubs hatten schnell zu viele – und dann stieg ihnen die Sache über den Kopf“, sagt Todorovic. In Reutlingen will man erst liefern – dann öffnen. Maximal 500 Mitglieder sind erlaubt. „Ein Querschnitt der Gesellschaft“, hofft er. Der Beitrag richtet sich nach der gewünschten Menge: mindestens 67,50 Euro für 5 Gramm pro Monat, höchstens 192,50 Euro für 15. Jeweils inklusive Mitgliedsbeitrag und Mehrwertsteuer. Das wirkt teuer – rund 12,50 Euro pro Gramm ohne Beitrag und Steuern. Doch Todorovic betont: „Das ist kein Preis, den wir uns einfach ausgedacht haben.“ Miete, Technik, Umbauten, Arbeitsstunden, Auflagen – alles sei eingepreist. Und anders als auf dem Schwarzmarkt, wo Cannabis gestreckt werde – mit Zucker, Haarspray, Glas oder gar Blei –, seien die Blüten von „BlumenTheo“ sauber, geprüft, rückverfolgbar.</p><p>Die Social Clubs müssen als eingetragene Vereine organisiert sein – mit Vorstand, Satzung und Mitgliederversammlung. Gewinne sind verboten, ebenso Werbung und Spenden. Trotz aller Auflagen gelten sie steuerlich nicht als gemeinnützig. „Wir machen alles wie ein Verein – nur ohne die Vorteile“, sagt Todorovic.</p><p>„30 Jahre lang“, sagt der 56-Jährige, „war ich als Illegaler unterwegs.“ Das änderte sich mit der Legalisierung. Bei der Halle schaute die Polizei zur „Schwachstellenanalyse“ vorbei. Der Beamte entschied: Stahlgitter vor Kellerfenstern reichen nicht – also wurden sie zugemauert. Die Arbeit mit dem Regierungspräsidium beschreibt Todorovic als „sehr gut“ – zwar habe sich alles erwartbar gezogen, doch die Lizenz gab es Ende März. Alex Kuhnle spricht von einem künftigen Abgaberaum an einem weiteren Standort. Dort wird sich womöglich auch der Spruch finden, der über der Stahltür in der Aufzuchthalle steht: Keine Pflanze ist illegal.</p>								</div>
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